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Pfarre Furth

Sakramente sind sichtbare Zeichen, durch die Christus uns ganz nahe ist, ganz eins ist mit uns.

 

 

Taufe

Liebe Eltern!

Zuerst möchten wir Ihnen von ganzem Herzen zur Geburt Ihres Kindes gratulieren!

Er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen, dass sie dich auf den Händen tragen und du deinen Fuß nicht an einen Stein stößt. (Psalm 91,11.12)

Ein unmündiges Kind kann nur getauft werden, wenn die Eltern gläubig sind und selbst der Kirchengemeinschaft angehören, weil sie für das Kind das Glaubensbekenntnis ablegen und seine Hinführung zum Glauben übernehmen. Sind die Eltern ausgetreten, braucht es eine Erlaubnis der Diözese. Üblicherweise findet die Taufe in der Wohnsitzpfarre des Taufbewerbers statt. Wird im Ausnahmefall die Taufe in einer anderen Pfarre gewünscht, so wird eine Tauferlaubnis der Heimatpfarre ausgestellt. Die Anmeldung erfolgt im Pfarramt und sollte ca. 4 Wochen vor dem geplanten Tauftermin erfolgen, damit genügend Zeit für die Planung des Taufgesprächs und die Vorbereitung gegeben ist.

Zur Anmeldung sind folgende Dokumente mitzubringen:
  • Geburtsurkunde des Kindes
  • Taufscheine der Eltern
  • Taufschein des Paten
  • Heiratsurkunde der Eltern (sofern vorhanden)
Der Taufpate muss das 16. Lebensjahr vollendet haben, katholisch sein und selbst das Sakrament der Firmung empfangen haben. Er begleitet den Täufling bei der Taufe und ist Zeuge der Sakramentenspendung. Sein Name wird im Kirchenbuch vermerkt. Für das spätere Leben und die religiöse Erziehung soll er dem Täufling ein guter Begleiter und ein Vorbild als Christ sein. Ein Getaufter, der einer nicht-katholischen kirchlichen Gemeinschaft angehört, kann gemeinsam mit einem Taufpaten als Taufzeuge fungieren.

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Erstkommunion


Das Wort "Kommunion" bedeutet "Gemeinschaft". 

"Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen."(Mt 18, 20).

Das Kind gehört durch die Taufe zu Christus und zur Gemeinschaft der Christen, der konkreten Pfarrgemeinde. Am Tag der Erstkommunion empfangen die Erstkommunikanten zum ersten Mal den Leib des Herrn - die Kommunion. Mit der Erstkommunion wird es nun in die "Tisch- und Mahlgemeinschaft" der Gemeinde aufgenommen und kann bei jedem Gottesdienst Jesus in dieser Gestalt des Brotes empfangen.

Die Anmeldung zur Erstkommunion erfolgt Sept/Okt in der Wohnsitzpfarre. Anschließend beginnt das Vorbereitungsjahr mit einem Elternabend, den Erstkommunionstunden und einigen Gottesdienstbesuchen. In der Erstkommunionsvorbereitung geht es darum, den christlichen Glauben tiefer kennen zu lernen und selbst zu erfassen, worum es bei diesem eucharistischen Brot geht: dass Jesus darin ganz zu uns kommen möchte. Die Feier der Erstkommunion gehört mit der Taufe und der Firmung zum Sakrament der Eingliederung des Christen in die Kirche, das durch die Kindertaufe auf diese 3 Sakramente aufgeteilt ist. 


Firmung

Weisheit, Einsicht, Rat, Erkenntnis, Stärke, Frömmigkeit und Gottesfurcht sind die sieben Gaben des heiligen Geistes, mit denen der Firmling in der Firmung erfüllt wird. Diese Gaben sollen die Früchte des Hl. Geistes entfalten helfen, vor allem Liebe, Frieden und Freude des Herzens. Er soll als ein versöhnter Mensch sein Leben gestalten, mit Gott, den Menschen und sich selbst versöhnt sein und diesen Frieden in unsere Welt hineintragen.

In unserer Pfarre findet die Firmspendung mit vorausgehender Firmvorbereitung alle zwei Jahre statt. Die Vorbereitung soll dem Firmling einen guten Überblick über wesentliche Fragen des christlichen Glaubens geben, er/sie soll die Pfarrgemeinde als eine Gemeinschaft von Christen näher kennen lernen durch das Engagement in einem liturgischen und einem arbeitsmäßigen Bereich des Pfarrlebens. Und die Vorbereitung soll ihr/ihm auch eine Glaubenserfahrung vermitteln, sie/ihn zu einer persönlichen Beziehung zu Christus und zur Kirche hinführen. Mit diesem Sakrament wird sie/er in ihrem/seinem Christsein mündig, eigentverantwortlich: sie/er soll nun ihren/seinen Glauben, ja sein Leben als Christ aus eigener Überzeugung und Verantwortung heraus leben. Dazu stärkt ihn/sie der Hl. Geist.

Der Firmkandidat muss getauft sein, vor dem bei der Ankündigung der Firmung mitgeteilten Stichtag geboren sein (er soll im Jahr der Firmung wenigstens 12 Jahre alt werden) und in unserer Pfarre wohnhaft sein. Regelmäßige Teilnahme an den Vorbereitungsstunden sowie ein Interesse am Leben der christlichen Gemeinde sind Voraussetzung für den Empfang der Firmung. 

Der Firmpate muss römisch-katholisch sein, selbst das Sakrament der Firmung erhalten haben und den Firmling in einer christlichen Lebensführung unterstützen und begleiten.

Bei der Firmung legt der Firmspender dem Firmkandidaten die Hand auf den Kopf, zeichnet mit geweihtem Öl (Chrisam) ein Kreuz auf dessen Stirn und spricht: "NN, sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist".

Anmerkung: Die Firmung ist keine Voraussetzung für eine spätere kirchliche Trauung. Als nichtgefirmter Christ ist es allerdings nicht möglich, ein Patenamt (z. B. Taufe oder Firmung) zu übernehmen.


Ehe

Die Liebe erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand. Die Liebe hört niemals auf. (1. Korintherbrief 13,7)

Sie lieben einander, haben gelernt, einander zu vertrauen und haben sich für ein gemeinsames Leben entschieden. Sie sind auf ihrem Weg so weit, dass sie sagen können: "Ja, wir trauen uns, uns einander ganz anzuvertrauen..." Bei der Hochzeit bekennen sie sich öffentlich zueinander. Alle sollen es wissen und die Menschen, die ihnen etwas bedeuten, sollen das mit ihnen feiern. Und sie wollen Gott bitten, dass er ihre Liebe segnet, sie auf ihrem gemeinsamen Lebensweg begleitet und sie durch alle Schwierigkeiten hindurchführt. Trauung heißt: zueinander ganz "Ja" sagen!

Sobald Sie sich für einen Trauungstermin entschieden haben, sollten Sie diesen Termin mit dem zuständigen Pfarrer absprechen und einen Termin für das Traugespräch vereinbaren. Hierzu mitzubringen sind ein neu ausgestellter Taufschein (diesen erhalten Sie in Ihrer Taufpfarre - es sollte hierin vermerkt sein, dass Sie noch nicht kirchlich geheiratet haben) und, falls schon vorhanden, die standesamtliche Trauungsurkunde. Voraussetzungen für die kirchliche Trauung sind neben der vorausgegangenen standesamtlichen Eheschließung auch der Besuch eines Eheseminars. Beim Traugespräch wird in einem geistlichen Teil der Sinn einer christlichen Eheschließung dargelegt, dann ist ein Trauungsprotokoll aufzunehmen, in dem alle wesentlichen Daten und die Einstellung der Eheleute festgehalten werden, und die Trauung selbst kann schon geplant werden, soweit es möglich ist. Die Beichte ist eine Hilfe, den neuen Lebensabschnitt mit einem 'reinen Tisch' zu beginnen und aus ganzem Herzen "Ja" sagen zu können.

Es sind bei der kirchlichen Trauung zwei Trauzeugen erforderlich. Diese bezeugen die Eheschließung durch ihre Unterschrift. Trauzeuge zu sein, ist kein geistliches Amt. Deshalb ist es nicht erforderlich, dass die Betreffenden Christen sind. Sie brauchen nur bezeugen, dass die Brautleute sich in der Kirche einander versprochen haben.


Krankensalbung

"Durch diese Salbung helfe dir der Herr in seinem reichen Erbarmen, er stehe dir bei mit der Kraft des heiligen Geistes."  Dieses Gebet spricht der Priester, wenn er dem Kranken das Sakrament der Krankensalbung spendet.

Im Jakobusbrief, Kap. 5, Verse 14 und 15, steht: "Ist einer von Euch krank? Dann rufe er die Ältesten der Gemeinde zu sich; sie sollen Gebete über ihn sprechen und ihn im Namen des Herrn mit Öl salben. Das gläubige Gebet wird den Kranken retten und der Herr wird ihn aufrichten; wenn er Sünden begangen hat, werden sie ihm vergeben".
 
Das Sakrament der Krankensalbung ist ein sehr schlichtes Zeichen. Nach einigen Gebeten bekommt der Kranke mit dem Krankenöl ein Kreuz auf die Stirn und die beiden Handflächen. Dieses Sakrament soll ihn stärken an Leib und Seele für dieses Leben oder für den letzten Lebensweg. 

Bei der Krankensalbung merkt der Kranke, ich bin noch immer in der Gemeinschaft, auch wenn ich nicht zur Kirche gehen kann. Ich gehöre dazu! Die Gemeinschaft stärkt mich und trägt mich in dieser Stunde.
 
Buße
 
Das Sakrament der Buße, das Sakrament der Versöhnung, stiftet zunächst Frieden mit Gott und im eigenen Herzen. Das Urbild dieser Versöhnung ist der barmherzige Vater, der seinem Sohn, obwohl dieser das ganze Erbe durchgebracht hat und ganz unten gelandet ist, entgegenläuft, ihn in die Arme nimmt und ihn wieder als Sohn annimmt. Welcher Vater macht das?
 
Das erste Geschenk des auferstandenen Herrn an seine Jünger ist: "Der Friede sei mit euch!" Er schimpft nicht mit ihnen, ist nicht böse, obwohl sie ihn in seiner schweren Stunde verlassen haben, nein, sein erstes Wort ist: "Friede sei mit euch!" Dann hauchte er sie an uns sprach: "Empfangt den Hl. Geist! Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben!" Er lädt uns damit ein, diesen Geist der Versöhnung in unser Leben, in unsere Welt hineinzutragen und als versöhnte Menschen zu leben. Nur so kann es uns in unserem Leben gut gehen. Nur so können wir trotz allem an einer Welt des Friedens bauen.
 
Es ist ein ganz schlichtes Sakrament. Der Priester spricht am Beginn einen Segen für eine gute Beichte. Es ist eben nicht leicht, Schuld anzusprechen und auszusprechen. Der Beichtende braucht eine Stärkung dazu. Nach der Beichte spricht der Priester ermutigende Worte, gibt eine Buße, eine Art Wiedergutmachung, auf und spendet die Lossprechung: "Der himmlische Vater hat den Hl. Geist gesandt zur Vergebung der Sünden. So spreche ich dich los von deinen Sünden: Im Namen des Vaters+ und des Sohnes+ und des Hl. Geistes+ Amen".  Damit sind alle Sünden vergeben.
 
Das Sakrament der Beichte ist ein ganz großes Geschenk des auferstandenen Herrn an seine Jünger. Gott möchte uns befreien, herausführen aus allem Negativen, zum guten Leben, zur Fülle des Lebens führen. Eine wesentliche Hilfe dazu ist dieses Sakrament der Versöhnung.