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Pfarre Furth
Ich heiße P. Dr. Josef Lackstätter OSB. 

        P. Josef


Mein Steckbrief:

Geburt am 6. März 1960 in Reith im Alpbachtal.

Eltern: Lackstätter Gottfried und Elisabeth, geb. Hundsbichler.

Heimatgemeinde: Bad Häring (in Tirol, bei Wörgl). 


Gymnasium: in Salzburg : im Borromäum, erzbischöfliches Privatgymnasium.

Maturiert am 6.6.1979.


Studium der Philosophie in Innsbruck und Wien von 1979-1988.

Promotion am 2.12.1988 mit einer Dissertation über Sigmund Freud zum

Thema: Das Menschenbild der Psychoanalyse in seinen philosophischen


Grundlagen als ein Beitrag zur Anthropologie der Neuzeit.

Eintritt in das Stift Göttweig am 8.12.1988.

Studium der Theologie in Wien und in Salzburg.

Sponsion 2.2.1995 mit einer Arbeit über die Propstei Unternalb. 


Priesterweihe am 22.4.1995 im Stift Göttweig.

Aufgaben seither in der Pfarrseelsorge. 

In der Pfarre Furth bei Göttweig seit 2010.


Lehrauftrag für Philosophiegeschichte an der Hochschule St. Pölten seit 2001.

Ausbildung zum Psychotherapeuten bei ABILE, Logotherapie und

Existenzanalyse, nach Viktor Frankl seit 2013.



Was prägt mich als Mensch, als Seelsorger?:


Entscheidend für meinen geistlichen Weg war eine Wallfahrt nach Medjugorje,

einem Ort in der Herzegowina, Nähe Mostar, in dem seit 1981 die

Gottesmutter Maria erscheinen soll. Ich durfte dort beim Gebet  eine

Gotteserfahrung machen, die ich am besten mit dem Namen Gottes, Jahwe, 

wiedergeben kann: Ich bin da! Das war die Antwort auf meine persönliche

Frage, ob es einen persönlichen Gott gibt, der mich hört, dem ich wichtig bin.

Für mich war damals die Frage, ob in diesem riesigen Weltall ein

persönlicher Gott ist, der mich wahrnimmt. Nur dann hat ein Gebet, ein

Gottesdienst einen Sinn.

Seither versuche ich, meine Lebensantwort auf diese Nähe Gottes zu geben.



Im Glauben geht es mir darum, diesem persönlichen Gott immer wieder neu

nahe zu kommen und Menschen auf ihrem Weg zu begleiten und ihnen Mut zu

machen. Dazu gehört wesentlich, sie anzunehmen, wie sie sind.


Die für  mich zentrale Erkenntnis aus dem Glauben ist, dass wir in Gott einen


personalen Grund des Ganzen haben, der uns liebt und annimmt, der da ist

für uns, zu unserem Wohl, der uns wahrnimmt und nachgeht und der einen

guten Plan hat mit uns für diese Welt. Wir haben einen Gott, der uns zu

unserem Heil und zum Heil vieler beim Namen ruft und uns über den Tod

hinaus in seiner Hand hält. Bei ihm finden wir, was unsere Seele sucht: das

Leben! Denn er ist das Leben, er gibt den Frieden des Herzens und er hat die

Fülle des Heils. Und er kann unser Unheil in Heil verwandeln über das hinaus,

was wir uns vorstellen können und vermögen. Wir dürfen uns ihm

anvertrauen, unser Leben in seine Hand legen.




In der Philosophie geht es mir um ein tieferes Verständnis des

Lebens, des Menschen, unserer Wirklichkeit.

Die für mich zentrale Erkenntnis aus dem Philosophiestudium ist, dass der

Mensch von seinem ganzen Wesen her auf ein Du hingeordnet ist.

Das ist wesentlich für sein physisches Überleben, aber auch wesentlich für

seine Menschwerdung. Dadurch erfährt er Annahme und Wertschätzung,

erfährt er, wer er selbst ist und lernt sich selbst anzunehmen und so er selbst

zu werden. Was der Mensch braucht, ist die grundsätzliche Anerkennung

seiner Person, dass da jemand da ist, der ihn wahrnimmt und annimmt, wie er

ist, ihm Freiraum gibt, er selbst zu werden, der aber auch da ist, wenn er

jemanden braucht.



In der Psychotherapie geht es mir um ein tieferes Verständnis der seelischen

Störungen und wie man den Menschen helfen könnte.

Die für mich zentrale Erkenntnis aus der Psychotherapie, der

Auseinandersetzung mit Viktor Frankl, ist, dass es immer einen Sinn gibt, auch

wenn das Leben sinnlos erscheint. Das sagt ein Mensch, der durch mehrere

Konzentrationslager gegangen ist und fast die ganze Familie darin verloren

hat. Diese Sinnfähigkeit des Menschen ist für Frankl in der Geistbegabung des

Menschen begründet.


Der Geist befähigt mich, diesen Sinn für mich im jeweiligen Augenblick zu

finden. Dieser Sinn hat darin seinen tiefsten Grund, dass es einen Übersinn

gibt, einen Grund des Ganzen, der auch noch dem Sinn verleihen kann, wo wir

keinen Sinn mehr entdecken können.


Der Mensch kann die Verantwortung für sein Leben übernehmen und damit

seinen Mitmenschen ein Zeugnis geben, wie man sein Leben gut meistern

kann, sein Leben sinnvoll gestalten, möglichst sinnvoll gestalten kann.

Dazu hilft uns menschliche Nähe, ein grundsätzliches Ja zu diesem Leben und

seinen Herausforderungen. So kann ich die Frage, die mir das Leben stellt,

beantworten, meine Lebensantwort darauf geben. Und diesen Sinn finde ich in

der Beantwortung der Frage: was kann ich für Menschen, für eine Sache

geben. Die Tür zum Sinn geht laut Frankl nach außen auf. Es führt uns also

nicht die Frage zum Leben: Was kann ich für mich tun?, Wie kann ich für mich

das Glück finden?, sondern welche Aufgabe stellt mir das Leben, was kann ich

für eine Person, eine Sache tun.