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Pfarre Furth

1.Lesung – Ex 24, 3-8: Wir hören vom Bundesschluss Gottes mit seinem

Volk. Mose errichtet einen Altar und besprengt ihn mit Blut. Er verliest

dem Volk die Bundesurkunde, die Gott ihm übergeben hat. Das Volk gibt

sein Ja, sein Einverständnis dazu. Dann besprengt er auch das Volk mit

Blut, mit dem Blut des Bundes. Blut ist Träger des Lebens. Dieser Bund

wird mit dem Leben besiegelt. Ein anderer hat mit seinem Blut einen

ewigen Bund gestiftet: Christus.

2. Lesung – Hebr. 9, 11-15: Christus ist unser Hoherpriester. Er hat mit

seinem eigenen Blut eine ewige Erlösung bewirkt. Er ist der Mittler des

neuen Bundes zwischen Gott und uns Menschen, damit die Berufenen

das verheißene ewige Erbe erhalten.

Evangelium – Mk 14, 12-26: Es ist der Einsetzungsbericht, der Bericht

vom Letzten Abendmahl nach Markus. Der Raum wird gesucht und

hergerichtet. Dann versammelt Jesus seine Jünger zum Paschamahl mit

all seinen Ritualen, die auf den Auszug aus Ägypten Bezug nehmen und

zum Bund Gottes mit seinem Volk am Sinai/Horeb hinführen. Dabei

sagte er die Worte: Nehmt, das ist mein Leib!, und beim Kelch: Das ist

mein Blut. Es ist das Blut des Bundes, das für viele vergossen wird.

Predigt:

Die Eucharistie ist ein Geheimnis. Es ist Brot und Wein und bleibt Brot

und Wein und doch wird in dieser rituellen Handlung Christus unter uns

gegenwärtig. Wir in der katholischen Kirche sagen: das Brot wird in den

Leib Jesu verwandelt, der Wein in das Blut Jesu. Transsubstantiation

heißt das im Fachausdruck. Dabei geht es nicht um Fleisch und Blut,

um Kannibalismus, sondern um seine Gegenwart mitten unter uns, um

die Vereinigung mit Christus in unserem Herzen.

Der für mich tiefste Grund dafür ist, dass Gott uns liebt und uns auch

leiblich nahe sein möchte. Das kann uns auch eine tiefe Wertschätzung

Gottes für unseren Leib zeigen. Es ist die Weise, wie wir in dieser Welt

sind. Wir können uns nur leiblich entfalten, ausdrücken, sind immer

gebunden an diesen Leib, der bei manchen sehr zerbrechlich ist. Aber

dennoch lässt sich mit heutigen Hilfsmitteln sehr viel an Mitteilung und

Miteinander ermöglichen, wie man das bei schwer behinderten

Menschen sehen kann. Dabei sind die seelischen Behinderungen

manchmal schlimmer als die leiblichen.

Kann man das glauben, dass Jesus in diesem Zeichen da ist?

Tja das ist die Frage für jeden. Nur wer diese Rede ernst nimmt, kann

auch diese Hostie, diesen Kelch in rechter Weise schätzen. Sonst ist es

halt ein Stück Brot, ein Schluck Wein, aber letztlich ist es bedeutungslos.

Ja vielleicht eine Erinnerung an einen großen Menschen. Ja vielleicht

hält man damit sein Programm für eine bessere Welt lebendig. Aber es

ist nur Menschenwerk.

Nur wenn man diese Rede ernst nimmt, kann man auch die ganze

Verehrung, manche sagen das ganze Primborium um dieses Sakrament

verstehen. Dass man eben dafür kostbare Materialien nimmt, kostbare

Gewänder, um eben die Wertschätzung dafür auf diese Weise zum

Ausdruck zu bringen: und dann errichtet man noch um das Allerheiligste

herum kunstvolle Gebäude, die Kirchen. Das sind eigentlich alles äußere

Zeichen gelebten Glaubens an die Gegenwart Jesu, die Gegenwart

Gottes in diesem Zeichen. Sie haben nur Sinn unter dieser Voraussetzung.

Christus möchte uns mit diesem Sakrament einfügen in sich, in seine

Kirche. Er will damit das Miteinander stärken und aus den vielen einzelnen

Menschen immer mehr eine echte Gemeinschaft bauen. Und er möchte

uns damit Kraft geben für die Herausforderungen unseres Alltags. Die

Hostie soll uns sagen: Ich liebe dich! Es ist gut im Letzten, auch wenn in

diesem Leben manches finster ist. Er ist das Licht des Lebens für uns. Amen.