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Pfarre Furth

1.Lesung – Apg 1, 1-11: Wir hören den Beginn der Apostelgeschichte:

Es beginnt mit der Himmelfahrt des Herrn: Jesus gibt den Seinen letzte

Anweisungen, vor allem, dass sie in Jerusalem bleiben sollen, bis die

Verheißung des Vaters auf sie herabgekommen ist: Ihr werdet in

wenigen Tagen mit dem Hl. Geist getauft. Ihr werdet meine Zeugen

sein bis an die Grenzen der Erde. Dann wurde Jesus vor ihren Augen

emporgehoben und eine Wolke entzog ihn ihren Blicken. Da stehen auf

einmal 2 Männer da und sagen: Was steht ihr da und schaut zum

Himmel empor? Dieser Jesus wird ebenso wiederkommen, wie ihr ihn

habt hingehen sehen.

2. Lesung – Eph 1, 17-23: Paulus bittet für uns um den Hl. Geist, den

Geist der Weisheit und der Offenbarung, damit wir erkennen, was Gott

uns Großes bereitet hat. Christus ist zur Rechten des Vaters. Er hat ihn

über alle erhoben: alles hat er ihm zu Füßen gelegt. Er hat ihn über die

Kirche gesetzt. Sie ist sein Leib und wird von ihm erfüllt, der das All

ganz und gar beherrscht.

Evangelium – Mk 16, 15-20: Diese Bibelstelle steht am Schluss des

Markusevangeliums. Sie handelt vom Sendungsauftrag Jesu an die

Apostel: „Geht in die ganze Welt, verkündet allen die Frohe Botschaft.

Wer glaubt und sich taufen lässt, der wird gerettet. Das Böse kann

ihnen nicht mehr schaden.“ Nach diesen Worten wurde der Herr in den

Himmel aufgenommen und setzte sich zur Rechten Gottes. Sie aber

predigten überall und der Herr bekräftigte ihr Wort durch die Zeichen,

die er geschehen ließ.

Predigt:

Himmelfahrt heißt Abschied und zugleich die Ankunft von etwas Neuem.

Christus geht und der Hl. Geist kommt: Er ist im Kommen, ständig.

Die Jünger durften sich an der Gegenwart des Herrn freuen. Sie dürfen

das weiterhin. Er ist immer da. Aber nun nicht mehr so greifbar. Das ist

nicht leicht für uns Menschen, die wir ja leiblich bestimmt sind.

Die Jünger durften Jesus alles fragen, er konnte ihnen noch manches

erklären. Es war wie 40 tägige Exerzitien, mit Zeiten zum Verdauen, zum

Sammeln, um neue Fragen entstehen zu lassen. Diese Zeit hat die Jünger

wohl ziemlich umgekrempelt. Mit der Himmelfahrt galt es selbständig zu

werden, lernen auf eigenen Füßen zu stehen.

Jesus gibt keine Anweisungen, was sie genau machen sollen, auch nicht,

wie sie die Kirche gestalten sollen. Das werden dann die entsprechenden

Situationen und Fragen des Alltags ergeben. Es soll die Ausrichtung auf ihn,

die Verkündigung, die Gemeinschaft mit ihm gepflegt werden in der

Eucharistie, im Gebet. Und die Frohe Botschaft, dass das Heil für alle

Menschen angebrochen ist, sollen sie immer tiefer erfahren und weitergeben.

Das Urbild dafür sind für mich die Emmausjünger oder Saulus, der als von

Christus Eroberter, sein Leben für den Herrn einsetzt.

Nicht mehr diese Welt und das Ringen um unseren Platz in ihr, soll unser

Hauptaugenmerk haben. Das ist ein zeitlich vergängliches Ding. Das wird

einmal keine Bedeutung mehr haben. Wir brauchen das zum Leben, es ist

ein Menschenrecht – leider nicht allen gewährt; Zuerst sollte das Nötigste

gesichert sein, aber dann braucht das Herz des Menschen mehr, eine

geistige Nahrung, die Verwurzelung in Christus, die Erfahrung des

Geliebt seins.

Keine Angst vor Schlangen und Gift. Das gehört zum Leben dazu: Christus

ist beim Vater und tritt für uns ein.

Und der Hl. Geist leitet uns in unserem Ringen in dieser Welt.

Jetzt sind auch wir mit den Aposteln eingeladen, um die Gabe Gottes zu

beten. In diesen Tagen bis Pfingsten sind wir in der Pfingstnovene. Dazu hat

Gerhard Reitzinger, der Leiter des Pastoralamts, dieses Gebetsheft

herausgegeben. Ich habe ein paar auf den Bänken aufgelegt: zum Mitnehmen,

zum Beten für einen selbst, für die Kirche, für diese Welt. Die Welt braucht ein

neues Pfingsten, eine neue Ausgießung des Hl. Geistes, dass alle erkennen,

wer Gott ist und in ihm das Leben finden. Amen.