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Pfarre Furth
1. Lesung – Apg 9, 26-31: Saulus ist Jesus auf dem Weg nach Damaskus

begegnet und wurde sein Anhänger. Als er nach Jerusalem kam, gingen

die Christen auf Distanz zu ihm, weil sie Angst hatten. Barnabas nahm sich

seiner an und führte ihn in die Gemeinde ein. Als es für ihn brenzlig wird,

bringen die Brüder ihn weg und schicken ihn in seine Heimat, nach Tarsus.

Die Kirche hatte nun Frieden und wuchs durch die Hilfe des Hl. Geistes.

2. Lesung – 1 Joh 3, 18-24: In dem Abschnitt finden wir den wunderschönen

Satz: Wenn uns unser Herz auch verurteilt, Gott ist größer als unser Herz.

Und es wird an das zentrale Gebot erinnert: Wir sollen an Jesus glauben

und einander lieben. Dann bleiben wir in Gott.

Evangelium – Joh 15, 1-8: Dieses Evangelium ist ein Herzstück der

Abschiedsreden Jesu vor seinem Leidensweg im Abendmahlssaal. Er

vergleicht sich mit einem Weinstock und sein Vater ist der Winzer. Der

Vater bearbeitet den Weinstock, reinigt ihn, dass er mehr Frucht bringt.

Dann ruft Jesus seine Jünger auf, dass sie in ihm bleiben, dann wird er in

ihnen bleiben. Nur so können sie Frucht bringen. Das wiederholt er noch

einmal. Und er verschärft diese Aussage noch durch den Hinweis darauf,

was geschieht, wenn sie nicht in ihm bleiben: dann werden sie

weggeworfen, sie verdorren und werden verbrannt. Wenn sie in ihm

bleiben, dann dürfen sie um alles bitten, sie werden es erhalten. Ja der

Vater wird dadurch verherrlicht, dass ihr reiche Frucht bringt, dass ihr

meine Jünger werdet.

Predigt:

Das Bild vom Weinstock ist gerade für eine Weingegend ein sehr

sprechendes Bild.

Jesus hat eine ganz große Einheit mit den Seinen, wie beim Weinstock

mit seinen Reben, mit seinen Zweigen. Er gehört bearbeitet,

beschnitten, gereinigt von zu viel Laub, von zu viel Früchten, damit

gute Früchte gedeihen, schöne Trauben. Das ganze Jahr über muss er

gepflegt werden. Diese Pflege macht der Vater. Es geht um das Wohl

der Reben, die guten Früchte, die schönen Trauben.

Trauben sind da zum Verzehr, zum Wein herstellen, um Freude zu

bereiten. Er ist kein Selbstzweck. Der beste Wein ist der verkaufte Wein,

der Freude bereitet hat. Das ist ein Bild für uns Jünger:

Die Jünger sind da zur Freude für die Welt, um Freude zu bringen. Wir

sollen Salz der Erde und Licht für die Welt sein, um 2 andere Bilder

Jesu zu verwenden, die in eine ähnliche Richtung gehen. Wir sind

gesandt für die Menschen. Das ist eine ständige Herausforderung,

ein Auftrag, der nicht leicht zu erfüllen ist in unserer Zeit.

Wir können das nicht machen, aber wenn wir in Jesus bleiben, auf

seinem Weg bleiben, seinem Wort treu bleiben, die Einheit mit ihm

stärken im Gebet, durch den Empfang der Sakramente, die immer

tiefste Gemeinschaft mit Gott bedeuten, schenkt er es uns.

Der Auftrag hört sich nicht nach Selbstverwirklichung an oder nach

einem bequemen Leben. Es geht schon gar nicht um unsere Vorteile.

Eigentlich bedarf es einer radikalen Selbstentäußerung, auf den

ersten Blick.

Aber Jesus macht uns eine ganz große Zusage: der Vater wird durch

uns verherrlicht und wir dürfen um alles bitten, wir werden es erhalten..

um alles dürfen wir bitten, das können wir uns nicht genug zu Herzen

nehmen. Und ich bin überzeugt, das kommt nicht nur dem Auftrag, den

Mitmenschen zugute, sondern immer auch uns selbst. Diese Erfüllung,

die unser Herz ersehnt, finden wir gerade in dem Einsatz für den Herrn,

für die Mitmenschen. Es ist ein wenig so bei den Kameraden und in

allen anderen Bereichen. Der Mensch findet seinen Frieden gerade im

sinnvollen Einsatz seines Lebens für eine Sache, für einen Menschen.

Klar bedarf es auch eines sinnvollen Einsatzes der eigenen Kräfte, es

bedarf auch der Ruhe und Erholung, es bedarf auch der Verwurzelung

in der Familie und im Freundeskreis. Das sind alles wesentliche Säulen

für ein gutes Leben. Und wir müssen darauf achten, dass gerade sie

ihren festen Platz in unserem Leben haben.

In den Heiligen haben wir für unsere Sendung große Vorbilder: den hl.

Florian, der sich für die Mitchristen einsetzte, den hl. Josef, den Patron

der Arbeiter, den wir gestern gefeiert haben, der sich für die Hl. Familie

einsetzte und der eine gute Arbeit lieferte.

Und bedenken wir immer, die Sendung Jesu vollendet sich eigentlich

durch uns, durch unser Einssein mit Jesus, durch unser Fruchtbringen

für die Welt, für die Mitmenschen. In unserem Leben soll sichtbar

werden, was Gott uns Menschen schenken möchte, welches Heil er

uns anbietet. Das ist ein Weiterführen der Osterbotschaft: sie soll

hineinstrahlen in diese Welt. Amen.