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Pfarre Furth
1. Lesung - Gen 1,1-2,2: Der 1. Schöpfungsbericht: Gott sprach und es ward.

Es ist das sogenannte Sieben-Tage-Werk. Jedes Mal heißt es: Es war gut, bei

der Erschaffung des Menschen sogar: sehr gut.

2. Lesung - Gen 22,1-18
: Abraham bekommt den schwersten Auftrag, seinen

Sohn Isaak zu opfern. Er geht mit ihm auf den Berg im Land Morija. Als er den

Sohn schlachten möchte, kommt ein Engel, hält ihn zurück. Da opfert er einen

Widder, der sich Gestrüpp verheddert hat. Gott lässt Abraham sagen: Jetzt

weiß ich, dass du Gott fürchtest. Weil du das getan hast, will ich dir Segen

schenken in Fülle! Alle Völker der Erde werden sich mit deinen Nachkommen

segnen, weil du auf meine Stimme gehört hast.

3. Lesung – Ex 14,15-15,1: Gott führt sein Volk aus der Sklaverei Ägyptens in

das Gelobte Land. Dabei führt er das Volk durch das Meer. Die Streitmacht der

Ägypter kommt in den Fluten um. Es ist die große Rettungstat Gottes im AT:

die Befreiung von aller politischen Abhängigkeit und Macht. Diese Rettung hat

im Judentum die Stellung, die im Christentum die Auferstehung hat.

4. Lesung – Jes 54,5-14: Das Volk Gottes erlebt das 2. Exil um 587 v. Chr.

unter Nebukadnezar. Gemäß dem jüdischen Geschichtswerk war dieses Exil

eine Strafe für die Untreue des Volkes gegenüber Jahwe. Gott erbarmt sich

wieder seines Volkes: mit ewiger Huld habe ich mich deiner erbarmt, spricht

dein Erlöser, der Herr. Deine Mauern sind aus Edelsteinen und deine Kinder

sind Schüler des Herrn. Und groß ist der Friede deiner Kinder. Du wirst auf

Gerechtigkeit gegründet sein. Du brauchst dich nicht mehr zu fürchten. So die

Verheißung an das Volk im Exil.

5. Lesung – Jes 55,1-11: Ein ewiger Bund wird angekündigt, in dem sich die

früheren Verheißungen erfüllen. Gott ist treu. Aber er kann nur einem Volk

helfen, das seine Armut begreift und sich für ihn öffnet. Gott wird sein Volk

herrlich machen. Die Völker strömen deshalb nach Jerusalem. Er ruft seinem

Volk zu: Sucht den Herrn, er lässt sich finden. Kehre um zum Herrn.., er ist

groß im Verzeihen. Hört auf mich, dann bekommt ihr das Beste zu essen..

6. Lesung – Bar 3,9-4,4: Gott selbst hat sein Volk Israel auf den Weg der

Weisheit geführt. Auf dem Weg der Tora soll es Glück, Frieden, das wahre

Leben finden. Die Verbannung im 2. Exil geschah, weil das Volk den Quell

der Weisheit verlassen hat. Glücklich sind wir Israeliten, denn wir wissen,

was Gott gefällt. Der Prophet ruft seinem Volk zu: Überlass deinen Ruhm

keinem anderen Volk.

7. Lesung - Ez 36, 16-28: Das Volk ist in der 2. Verbannung: Gott steht da

als einer, der sein Volk nicht schützen kann. Um seinen Namen zu ehren,

beschließt Gott, sich seines Volkes anzunehmen, sie heimzuführen und sie

neu zu machen. Alle Nationen werden dadurch erkennen, dass Gott der

Herr ist. Er verspricht: Ich gieße reines Wasser über euch aus und schenke

euch ein neues Herz, ein Herz aus Fleisch. Ich bewirke, dass ihr meinen

Gesetzen folgt. Dann werdet ihr mein Volk sein und ich werde euer Gott sein.

NT Lesung - Röm 6, 3-11: Wir wurden in der Taufe getauft auf den Tod

Christi: wir sind mit Christus begraben. Sind wir nun mit Christus gestorben,

so glauben wir, dass wir auch mit ihm leben werden. Wir werden mit ihm in

seiner Auferstehung vereinigt sein. Wir sollen für Gott leben in Christus Jesus.

Evangelium – Mk 16, 1-7: Die Frauen gehen in aller Früh, beim

Sonnenaufgang, zum Grab, um Jesus zu salben. Sie sehen, dass der Stein

weggewälzt ist. Sie gehen hinein und sehen einen Mann in einem weißen

Gewand da sitzen. Sie erschrecken. Er verkündet ihnen: Jesus ist

auferstanden. Geht und sagt den Jüngern. Er geht euch voraus nach

Galiläa. Dort werdet ihr ihn sehen, wie er es euch gesagt hat.

Predigt:

Halleluja, Jesus lebt, er ist auferstanden. Halleluja. Das ist der Osterruf, der

alles übertönt in dieser Welt, weil er der Sieg über alles Unheil und alle

Gebrechlichkeit ist, über alles Unheil in meinem Leben und in der Welt.

Alles Unheil hat einmal ein Ende und es bleibt das füllehafte Leben in der

Herrlichkeit Gottes, wie sich Kant ausdrückt: in der Intensität, in der

zeitlichen und räumlichen Erstreckung. Dazu sind wir berufen, weil wir

geliebt sind. Und dieses Heil besteht nicht nur in einer Existenz, wie immer die

sein wird, sondern vor allem in der Liebe, weil wir da am meisten Leben. Es ist

alles offen, alle Herzen. Es bleibt nur Wohlwollen, Miteinander und Frieden. Es

gibt keine Eifersucht, keinen Neid, keine Angst mehr, nichts, was unser

Miteinander stört oder zerstört.

So sagen es uns die Hl. Schriften, so glaube ich es. Wir werden sehen, wie es wird.

Für mich geht von dieser Botschaft ein großer Ansporn aus, schon jetzt in dieser

Welt so zu leben, das vorweg zu nehmen, im Glauben, im Vertrauen, dass wir bei

Gott durch alles hindurch geborgen sind. Je mehr wir glauben können, umso mehr

kann das schon jetzt in meinem Leben und damit in dieser Welt anbrechen. Und

umso mehr wird Gott für die Menschen erfahrbar. Und umso voller kann der

Osterjubel in unseren Herzen aufbrechen. Dazu sind wir berufen. Amen.