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Pfarre Furth

1.Lesung – Ex 12, 1-14: Der Auszug des Volkes Gottes aus Ägypten:

damals rettete das Blut eines Lammes die Israeliten vor dem

Todesengel. Heute rettet uns das Blut eines anderes Lammes vor dem

Tod, dem endgültigen Tod. Und dann brach das Volk auf in die Freiheit,

in das Gelobte Land.

2. Lesung – 1 Kor 11, 23-26: Der zeitlich älteste Bericht über das

Letzte Abendmahl im NT beim Apostel Paulus. Wir hören, was Jesus da

getan und gesagt hat und wie die ersten Christen Eucharistie gefeiert

haben.

Evangelium – Joh 13, 1-15: Jesus erwies den Seinen die Liebe bis zur

Vollendung. Johannes weist auf das Mahl hin, aber er übergeht es:

dann stand Jesus auf, obwohl er wusste, was Judas vorhatte, er

gürtete sich und wusch seinen Jünger die Füße, jedem. Petrus wollte

sich nicht die Füße waschen lassen. Nachdem Jesus ihn

darauf hingewiesen hatte, dass er dann keinen Anteil an ihm hat,

wollte er, dass Jesus ihm auch die Hände und das Haupt wasche.

Dann sagte er zu allen: Begreift ihr, was ich an euch getan habe?

Ihr sagt zu mir Herr und Meister, mit Recht. Wenn ich euch die Füße

wasche, müsst auch ihr einander die Füße waschen. Ich habe euch

ein Beispiel gegeben, damit auch ihr so aneinander handelt.

Predigt:

Wir feiern heute die Einsetzung der Eucharistie: Nehmt und esst, das

ist mein Leib! Nehmt und trinkt, das ist mein Blut, das für euch und

für alle vergossen wird, zur Vergebung der Sünden, das Blut des

Bundes. Tut das zu meinem Gedächtnis.

Es ist Wandlung und Aufforderung zum Mahl! Damit fügen wir uns

in den Bund mit Gott ein.

Mit diesen wenigen Worten setzt Jesus dieses für uns zentrale

Sakrament ein. Es ist deshalb zentral, weil Jesus darin mitten

unter uns ist.

Es ist deshalb zentral, weil darin sein Leiden und Sterben, seine

Auferstehung unter uns gegenwärtig ist, wir in dieses Geschehen

hineinversetzt werden. Bei jeder Hl. Messe ist der Tod und die

Auferstehung Jesu der Kern des Geschehens und ist Gegenwart,

Quelle, aus der dieses unser Tun fließt. Damit ist das zentrale

Erlösungsgeschehen präsent, das Heilshandeln Gottes an uns,

hier und jetzt.

Es ist deshalb zentral, weil wir darin die innere Gemeinschaft mit

dem Herrn haben. Er uns darin stärkt, aber auch die

Gemeinschaft stärkt, seinen Leib, die Kirche. Sie leidet immer

unter dem Egoismus, den Machtallüren, der Gleichgültigkeit, der

Enttäuschung Einzelner. Gemeinschaft ist immer gefährdet. Diese

Gemeinschaft ist in besonderer Weise gefährdet, weil es in ihr um

die höchsten Ansprüche geht, aber auch um das größtmögliche

Versagen von Menschen. Und wohl auch, weil sie wie ihr Meister

in seine Selbstentäußerung hineingenommen ist.

Es ist Glauben gefordert. Glauben, dass Jesus da in seiner

Herrlichkeit gegenwärtig ist. Es ist Glauben gefordert, dass er

trotzdem sein Heilsmysterium entfaltet, auch wenn wir endliche,

fehlbare Wesen sind und dieses Heil nicht immer so spürbar ist.

Aber Gott kann auf unseren krummen Zeilen gerade schreiben.

Er weiß daraus einen kostbaren Teppich der Schönheit und der

Vollkommenheit zu weben, auch wenn wir uns das nicht

vorstellen können. Das soll uns Vertrauen und Hoffnung geben

und uns helfen, im Guten auf dem Weg zu bleiben, in ihm

zu bleiben. Amen.