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Pfarre Furth
1. Lesung – Lev 13, 1-46: Vorschriften für Aussätzige aus dem 3. Buch Mose.

Eine relativ moderne Form der Quarantäne: Schutz für die Gesunden und das

lange bevor man die Ursachen für diese Krankheiten erkannt hat. Freilich,

die Kranken mussten selbst schauen, wie sie zurecht kamen.

2. Lesung – 1 Kor 10,31-11,1: Egal was ihr tut, tut alles zur Ehre Gottes und

zum Wohl der Mitmenschen, des Nächsten.. Nehmt die Heiligen, nehmt

Christus zum Vorbild..

Evangelium – Mk 1,40-45: Jesus heilt einen Aussätzigen. Er verpflichtet ihn

dazu, die entsprechende Ordnung einzuhalten als Erweis seiner

Gesetzestreue und er befiehlt ihm darüber zu schweigen. Er erzählt aber

überall davon. Es ist zum Nachteil Jesu: er kann nicht mehr in die Orte

gehen. Er kann sich nur noch außerhalb aufhalten. Aber die Leute kommen

dennoch von überall her zu ihm.

Predigt:

Heilung vom Aussatz war damals eine Ungeheuerlichkeit, und noch dazu

so plötzlich.

Dieses Wunder zeugt vom starken Glauben dieses Aussätzigen an Jesus,

sonst hätte er Jesus nie um die Heilung bitten können. Es zeugt davon,

dass die Macht Jesu damals allgemein sehr bekannt war, dass sogar ein

Aussätziger, ein aus der Gemeinschaft der Menschen Ausgeschlossener

darum weiß. Es ist der Eindruck da: Nichts ist diesem Jesus unmöglich.

Eine Definition für Glauben von Jesus: Wenn ihr nur Glauben wir ein

Senfkorn hättet, könntet ihr zu dem Berg sagen, heb dich ins Meer

und es würde geschehen. Oder ein anderes Wort: alles kann,

wer glaubt.

Das ist auch eine Definition für Gott: Bei ihm ist nichts unmöglich. Das

sagt der Engel Gabriel zu Maria auf ihre Frage hin, wie das geschehen

soll und dem Verweis auf Elisabeth, die in ihrem Alter noch ein Kind

empfangen hat, obwohl sie als unfruchtbar galt. Er sagt damit indirekt:

du kannst vertrauen. Es wird alles so geschehen und seine Richtigkeit

haben, weil Gott seine Hand im Spiel hat. Und übrigens: Seine Hand

im Spiel hat er auch bei jedem von uns. Wir können ihm auch im Bezug

auf unser Leben vertrauen, dass er es nicht zugrunde gehen lässt,

sondern zur Vollendung führt.

Der Befehl zum Schweigen an den Geheilten ist sehr hart: Im Original

heißt es: er fuhr ihn hart an und warf ihn hinaus. Das wohl deshalb,

weil ein so gravierendes Ereignis der Mensch kaum für sich behalten

kann. Es fruchtete freilich nichts. Er erzählte es überall mit dem Erfolg,

dass sich Jesus nirgends mehr zeigen konnte. Persona non grata:

Im Markus-Evangelium ist die Situation um Jesus von Anfang an voll

angespannt und auf Konfrontation aus. Und je mehr Wunder, Erweise

seiner Macht er tätigt, umso gefährlicher wird er den Mächtigen, umso

größer wird der Widerstand gegen ihn. Dennoch kamen die Menschen

von überall her zu ihm, weil sie ihn hören wollten, weil sie geheilt

werden wollten.

Wie ist es bei uns? Ist er heute auch eine persona non grata? Für

manche Zeitgenossen sicher. Sie lehnen ihn ab, oder streichen ihn

aus ihrem Leben, machen sich lustig über seine Anhänger,

bekämpfen sie, wie es Bischof Oster von Passau erging. Wie ist es

bei mir? Kann ich vertrauen? Kann ich ihm nachfolgen? Weiche ich

ihm aus? Ist er in einem Abstellkammerl, damit ich mein Leben

ungestört leben kann? Habe ich Angst, dass es doch nicht so ist?

All das können wir ihm bringen. Er kennt uns durch und durch.

Wir können ihm unser Herz bringen und ihn bitten, um seine Hilfe,

um seine gute Führung, um sein Heil, auch für uns. Nichts ist ihm

unmöglich. Amen.