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Pfarre Furth

1.Lesung – Dtn 18, 15-20: Mose sagt: Einen Propheten wie mich schickt

euch der Herr, er ist die Erfüllung von allem, worum du gebeten hast. Er

wird euch alles lehren. Auf ihn sollte ihr hören. Die Christen haben diese

Prophezeiung des Mose auf Christus gedeutet, wie auch Stephanus bei

seiner Hinrichtung sagt.

2. Lesung - 1 Kor 7, 32-35: Der Unverheiratete sorgt sich um die Sache

des Herrn, der Verheiratete um die seiner Frau. Ich wünschte, ihr wärt

ohne Sorge, also unverheiratet. Das sage ich, damit ihr immer und

ungestört dem Herrn dienen könnt.

Evangelium – Mk 1, 21-28: Jesus lehrt mit göttlicher Vollmacht. Die Leute

sind sehr betroffen. Da begann ein Mann mit einem unreinen Geist zu

schreien: Bist du gekommen, uns ins Verderben zu stürzen? Ich weiß,

wer du bist: der Heilige Gottes. Da befiehlt ihm Jesus zu schweigen und

den Mann zu verlassen. Und er verließ ihn mit lautem Geschrei. Alle

erschracken und fragten sich, was hat das zu bedeuten? Hier wird mit

Vollmacht eine ganz neue Lehre verkündet. Sogar die unreinen Geister

gehorchen seinem Befehl. Und sein Ruf verbreitete sich im ganzen

Gebiet von Galiläa.

Predigt:

Jesus lehrt mit Vollmacht. Das löst große Betroffenheit aus und ergreift

die Leute zutiefst. Da geht es nicht um schöne Gedanken, sondern da weiß

jemand, wie es ist und was sein soll. Wie dies und jenes gemeint ist in der

Hl. Schrift, in den Regeln und Gesetzen des Judentums, wie das auf das

Leben anzuwenden ist. Wir brauchen heute auch Menschen, die mit

Vollmacht lehren, die Botschaft Gottes lehren. Ich denke, dass es gut ist,

darum zu beten, dass Menschen das Wort des Lebens an unsere Zeit, an

die Mitmenschen weitergeben können, das Wort das zündet und verwandelt,

heilt und aufrichtet, einstürzt und alle Bosheit zunichte macht.

Manchmal habe ich das Gefühl, es ist den Menschen noch nie so gut

gegangen wie heute bei uns in der reichen westlichen Welt. Aber sind die

Leute deshalb zufrieden, glücklich? Wächst nicht Ungeduld, Angst und

Anspruchshaltung? Was bringt uns wirklich den Frieden? Kurz gesagt:

Jesus. Oder wir Nikolaus von der Flüe sagt: Friede ist alleweg nur in Gott.

Das Wort Jesu fordert die unreine Geister heraus, die Dämonen. Damit tun

wir uns heute schwer. Engel, ja das geht vielleicht noch, aber Dämonen.

Nein Danke. Im Apparat der Stuttgarter Bibel schreiben sie: Unreine Geister

sind geistige Wesen mit übermenschlichen Kräften, die von einem Menschen

Besitz ergreifen können und ihn völlig beherrschen können. Jesus stellt sie

nicht in Frage. Ich bin einmal bei so einem Ausbruch dabei gewesen. Das ist

nicht schön. Es ist mir durch und durch gegangen. Was sagen die Dämonen

zu Jesus? Interessant ist hier die erste Aussage: Was haben wir mit dir zu

schaffen, Jesus von Nazaret? Bist du gekommen, um uns ins Verderben zu

stürzen? Die Botschaft ist: bleib uns vom Leib, wir haben keine

Gemeinsamkeit. Von dir geht nur Böses, Verderben aus. Dabei sind sie es,

die verderben und zerstören und anklagen. Die Dämonen verdrehen die

Wahrheit. Das ist typisch. Deshalb befiehlt ihnen Jesus zu schweigen, weil

sie mit ihren verdrehten Aussagen nur verwirren. „Fake News“ nennt man

das heute.

Dabei geht von diesem Jesus nur dann Unheil für sie aus, wenn sie in ihrer

Bosheit verharren, an ihrem Plan der Zerstörung festhalten.

Aber sie müssen bekennen: Du bist der Heilige Gottes. Wobei ich vermute,

dass sie damit nur seinen Stolz anfachen wollen. Wieder nur darum, um

ihn zu Fall bringen zu können.

Auf den Befehl Jesu hin: Verlass ihn!, fahren sie mit Getöse aus. Lärm,

Aufsehen, Unruhe. Da sind sie Meister. Jesus ist der Sieger! Wir brauchen

auch vor ihnen keine Angst zu haben, solange wir uns an Jesus festhalten.

Er ist der Stärkere.

Die Leute sind zutiefst betroffen, von der Lehre Jesu und von seiner Macht

über die Dämonen.

Sein Ruf verbreitete sich in der ganzen Gegend.

Wovon sollen wir betroffen sein? Auch von der Macht Jesu, von seinem Wort

und vor allem von seiner Liebe, die er uns durch seine Worte und Taten,

durch seine Hingabe und durch seine Begleitung in unserem Leben zeigt.

Und auch heute soll sich sein Ruf verbreiten in der ganzen Gegend, damit

die Menschen den Frieden finden, den nur er uns schenkt, auch in Zeiten

wie diesen. Amen.