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Pfarre Furth
1. Lesung – 1 Sam 3, 3-19: Es ist die Stelle von der Berufung des Samuel

zum Propheten. Dreimal ruft Gott und dreimal geht Samuel wieder ins

Bett, vermutlich verwirrt, bis Eli ihm sagt: Es ist der Herr. Sag ihm, wenn

er wieder ruft: Rede, Herr, dein Diener hört. Und der Herr, war mit ihm.

2. Lesung – 1 Kor 6, 13-20: Euer Leib ist ein Glied Christi, ein Tempel des

Hl. Geistes! Wir sind eins mit Gott. Ein großes Geheimnis. Wir sollen Gott

in unserem Leib verherrlichen.

Evangelium – Joh 1, 35-42: Zwei Jünger von Johannes dem Täufer,

Andreas und Philippus, folgen auf den Ruf des Täufers hin Jesus. Sie

bleiben bei ihm und führen Simon Petrus und Natanael zu Jesus. Und er

beruft sie und sie folgen ihm.

Predigt:

Nicht alle Johannesjünger sind Jesus nachgefolgt. Nicht alle haben

seine Hinweise verstanden. Aber diese beiden, Andreas und Philippus,

wurden neugierig und wollten dieses Lamm Gott kennenlernen.

Und es begann das Abenteuer ihres Weges mit Jesus, ihres mit dem

Herrn leben, ihn immer tiefer kennenlernen. Jesus lässt sie teilhaben

an seinen Plänen, an seinen Gedanken, an seinem Leben. Er nimmt sie 

ganz an. 

Dabei ist interessant: sie erkennen ihn ihm den Messias, den, über

den die Hl. Schriften schreiben. Und doch brauchen sie ein Leben

lang, um ihn immer tiefer zu erkennen.

Gott ist nah und doch immer wieder fern und fremd und

herausfordernd. Auf alle Fälle nicht immer nach unseren Wünschen

und Erwartungen sich verhaltend, wie in der Berufung des Samuel,

in der Geschichte des Samuel mit diesem Gott deutlich wird in der

1. Lesung.

Es geht in diesen ersten Sonntagen des Jahreskreises um Berufung,

Nachfolge, die ersten Taten und Worte Jesu. Sein Anspruch, seine

Berufung fordert auch uns, manchmal bis zum Äußersten.

Dabei muss uns immer bewusst sein: mit eigener Kraft können wir

es nicht schaffen, können wir den Weg nicht gehen. Wenn das ginge,

dann bräuchten wir keinen Erlöser mehr. Aber wir können ihn bitten,

dass er uns an der Hand nimmt und uns durchführt durch die Hürden,

die das Leben uns stellt. An seiner Hand werden uns diese Hürden

zum Heil und zum Segen, nicht weil wir das machen können, sondern

weil er es dem schenkt, der ihn liebt.

Und Jesus bestimmt, wer ihm folgt, und er beruft und legt fest, wie

dann bei Simon, dass dieser der Petrus sein soll, der Fels, wie es an

anderer Stelle heißt, auf den ich meine Kirche bauen werde. Der Fels

ist sehr schwach, heißblütig, sehr bereit, aber im Durchhalten ist er

dann sehr wackelig. Trotzdem beruft ihn der Herr zum Fels. Und er

kann der Fels sein, weil der Herr mit ihm ist.

Das soll uns ein großer Trost sein, jedem/jeder. Wir sind alle schwach,

mehr oder weniger. Aber der Herr stärkt uns, macht uns stark für

unsere Aufgabe. Und manchmal erweist sich seine Macht gerade in

unserer Schwäche. Ihm können wir vertrauen, ihm unser Lebensschiff

anvertrauen. Amen.