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Pfarre Furth

1. Lesung – Ex 19, 2-6: Wir hören vom Bundesschluss Gottes mit Israel:

Gott erinnert sein Volk an die Befreiung aus Ägypten, das Volk ist deshalb

sein besonderes Eigentum, es soll ein Reich von Priestern, ein heiliges Volk

sein, das dem Herrn gehört. Was tut der Priester? Für die ihm Anvertrauten

beten und ihnen die Weisung Gottes vermitteln. Das ist der Auftrag des

Volkes Israel für die Welt: nicht für sich. Das ist auch unser Auftrag:

wir gehören dem Herrn: für die Welt.

2. Lesung – Röm 5, 6-11: Jesus ist für uns gestorben als wir noch

Sünder waren: Darin erweist sich die Liebe des Vaters zu uns.

Wir sind durch Christus mit Gott versöhnt, als wir noch seine Feinde waren..

wie vielmehr werden wir jetzt gerettet durch sein Leben als Auferstandener, als Sieger..

Evangelium – Mt 9, 36-10, 8: Jesus sandte seine Jünger aus.

Verkündet die Botschaft vom Reich Gottes und bringt das Heil zu den Menschen.

Und bittet um Arbeiter, die das Heil Gottes hinaustragen in die Welt

Predigt:

 

Es geht um die Aussendung der Jünger, um unsere Sendung für die Welt.

Jesus hat Mitleid mit den Menschen und sendet seine Jünger.

Und sie lassen sich senden.

Das erste ist natürlich, dass wir selber das Heil annehmen,

das uns Gott schenken möchte. Das ist eine ständige Herausforderung

in der Bedrängnis durch die Welt und durch uns selbst, bei jedem Menschen.

Wovon erwarte ich mir das Heil, das eigentliche Heil meines Seins,

meines Herzens? Worin finde ich eigentlich das Heil? Wie schaut mein

Lebensentwurf aus? Nicht im Verstand, sondern im Herzen, wirklich?

Kehre ich immer wieder zum Herrn, zurück in seine Arme?

Ist er mein Heil, mein Heiland?

Wir können dieses Heil nur weitergeben, wenn er unser Heiland ist.

Und doch nehmen uns viele Dinge gefangen, erobern unser Herz,

nehmen uns in Besitz, und wir laufen diesen Versprechungen nach,

eine Zeit lang, ein Leben lang.

Es ist auf alle Fälle gut, wenn uns klar ist, dass nicht Besitz und

Beziehungen unser Herz ganz erfüllen werden, uns das Heil schaffen,

sondern unsere Hingabe und unser Vertrauen auf den Herrn!

Natürlich wäre es gut, wenn wir uns ausgiebig damit auseinandersetzen.

Natürlich wäre es gut, wenn uns diese Fragen umtreiben, wenn wir

nach immer klareren Antworten suchen und ständig um die Umsetzung

im konkreten Alltag ringen würden.

Und dann kommt die Sendung für die Menschen: 

Ich brauche dazu nicht großartig hinausgehen! Es gilt einfach dort,

wo ich bin, meine Liebe, mein Wohlwollen, einbringen, so gut ich kann.

Ringen um einen guten Weg für den Geliebten, für den Freund,

die Freundin. Da sein, Aushalten, Mut machen, gute Wege aufzeigen,

anbieten, nicht vorschreiben. Und immer wieder Jesus hereinholen,

wenigstens im persönlichen Gebet. Jesus die Lage vorbringen,

ihn bitten und anflehen und vertrauen, dass er einen guten Weg weiß

und findet und durchsetzt, wenn auch über viele Umwege hinweg.

Es kommt nicht so sehr auf die äußerlichen Ergebnisse an, sondern

dass wir diese Herzensbeziehung zum Herrn leben und in die Welt

hineintragen. Er möge uns alles zum Segen werden lassen. Amen.