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Pfarre Furth

1. Lesung – Apg 2: Pfingstereignis: der Hl. Geist kommt in Brausen und

in Gestalt von Feuerzungen auf die Apostel herab. Sie bekommen den Mut,

öffentlich aufzutreten, Jesus zu verkündigen als den Messias und alle verstehen sie

in ihrer Muttersprache: eine große Einheit der Menschheit wird sichtbar und

die Kirche beginnt zu leben mit den ersten Taufen.

1 Kor 12: Keiner kann sagen, Jesus ist der Herr, außer im Heiligen Geist.

Er gibt alle Gaben. Sie sind nicht Selbstzweck, sondern dienen dem Aufbau

der Gemeinde, dem Miteinander.

Evangelium – Joh 20, 19-23: Der Auferstandene erscheint am Ostersonntag Abend

den Aposteln im Abendmahlsaal. Er spricht ihnen seinen Frieden zu, 2x.

Und er zeigte ihnen die verklärten Wundmale. Dann hauchte er sie an und sprach:

Empfangt den Hl. Geist. Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben.

Predigt:

Was ist das Wichtigste dieses Festes?

Das Vertrauen in den Hl. Geist in allen Lagen des Lebens.

Das Vertrauen schafft erst das offene Herz und ebnet den Weg zu einer Bitte,

zu einem Gebet aus ganzem Herzen an den Hl. Geist.

Das Vertrauen schafft erst den inneren Frieden und die Bereitschaft auf seine Eingebung zu hören.

Das Vertrauen gibt auch den guten Blick für die Not des anderen und

seine eigentlichen Beweggründe. Es stiftet damit am ehesten ein gutes Miteinander.

Das Vertrauen lässt uns das Leben in seiner Fülle erfahren und genießen,

nicht nur bei Konsum und Action, sondern im Augenblick, im Hier und Jetzt,

in jeder Situation. Es ist das Heilmittel gegen Ausbrennen.

Hat das etwas mit dem Hl. Geist zu tun?

Ich denke, das hat sehr viel mit ihm zu tun.

Der Hl. Geist öffnet unser Herz für die Wahrheit unseres Herzens.

Er ist der Geist der Wahrheit, die heil macht.

Der Hl. Geist öffnet unser Herz für den Willen Gottes, der immer der Weg zum Heil ist.

Das ist der Grundwille Gottes, von Anfang an. Gott will nicht Vernichtung, sondern Leben.

Nicht irgendein Leben, sondern Leben in Fülle.

Der Hl. Geist ist der Lebensspender, nicht nur physisch.

Der Hl. Geist ist der Beistand in allen Situation des Lebens. Sein Titel: Paraklet: Beistand.

Der Hl. Geist ist der Friedensstifter unseres Herzens: durch die Vergebung,

die Gott uns schenkt, durch den Geist der Versöhnung, der Vergebung,

den uns Jesus bei der 1. Geistausgießung zuspricht.

Für mich ist das Zusage Gottes an diese Welt: es gibt Frieden, es gibt ein Heil für diese Welt.

Kommt zu mir! Bittet um diesen Frieden, den Geist der Versöhnung.

Der Friede soll euch wichtiger sein als alles andere. Vergebt, radikal,

damit ihr keinen Augenblick euch unnötig mit Schuld oder mit Opfersein belastet,

sondern frei für das Leben seid.

Ein Bild möchte ich euch mitgeben.

Wenn ich Zucker in den Tee oder Kaffee fülle und nicht umrühre, tut sich fast nichts.

Wenn ich umrühre, verbindet sich der Zucker mit der Flüssigkeit und macht sie süß.

So ähnlich ist es mit dem Hl. Geist: Er ist immer da. Aber erst wenn ich ihn

in mein Leben hereinhole, verwandelt er alles in Segen und Heil.

Probiert es aus! Möglichst oft. Und wartet auf das Ergebnis, immer.

Es kommt nicht immer sofort. Manches braucht eben ein wenig länger.

Aber es kommt. Amen.