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Pfarre Furth

1. Lesung – Apg 1, 12-14: Nach der Himmelfahrt Jesu sind die Apostel

zusammen mit Maria und den Frauen im Abendmahlssaal. Sie beten

um die Gabe Gottes, den Hl. Geist. Jesus hatte sie deswegen angewiesen,

in der Stadt zu bleiben, bis sie die Gabe Gottes empfangen hätten.

2. Lesung – 1 Petr 4, 13-16: Petrus stellt die Frage nach dem Leid:

Was ist, wenn wir leiden müssen, unschuldig? Dann sollen wir uns freuen,

dass wir so Anteil an den Leiden Christi haben.

Evangelium – Joh 17, 1-11: Abschließendes Gebet Jesu im Anschluss

an die Abschiedsreden im Joh Evangelium: Er bitte um seine Verherrlichung.

Sein Auftrag war, denen, die der Vater ihm gegeben hat, ewiges Leben

zu schenken, das Leben, das sein Vater ist. Mein Auftrag ist zu Ende.

Verherrliche mich bei dir mit der Herrlichkeit, die ich hatte, bevor

die Welt war. Die Jünger sind zum Glauben gekommen, dass er, Jesus,

alles vom Vater hat. Für sie bittet Jesus den Vater und er betont die Einheit

mit dem Vater: alles, was mein ist, ist dein und was dein ist, ist mein.

In den Jüngern ist Jesus verherrlicht.

Predigt:

Wir hörten im Evangelium vom Auftrag Jesu, den der Vater ihm gegeben hatte:

Ewiges Leben zu schenken.

Worin besteht das Ewige Leben?

Dich den Vater, den einzigen wahren Gott, zu erkennen und den,

den du gesandt hast, Jesus Christus.

Ich möchte nur über dieses Wort predigen, weil es das Entscheidende,

das Wesentliche ist: für Jesus, für das Heil der Welt, für mein Heil, für dein Heil.

Worin besteht das Ewige Leben, den Vater zu erkennen,

den einzigen wahren Gott, und seinen Gesandten.

Eigentlich ganz einfach. Und doch für uns Menschen oft weit weg.

Der Vater ist alles, der Ursprung von allem, das Ziel von allem.

Er gibt allem Leben und Fülle. Alles ist nur ein Abglanz von ihm.

Er ist die Quelle von allem, die Quelle des Lebens.

Und diese Quelle, der Ursprung, dieser ist Liebe, unbedingte Liebe.

Liebe, die alles gibt, auch den Sohn, ganz gibt. Es ist eine Liebe,

wie es sie in dieser Welt so nicht gibt.

Wir brauchen nicht nur nicht Angst vor ihm zu haben.

Bei ihm finden wir das wahre Leben.

Es kann uns nichts Besseres passieren, als mit ihm in Verbindung

zu sein, als ihm unser Leben anzuvertrauen, denn in seinen Händen

kann uns nichts passieren, nicht innerweltlich, wie wir am Tod

Jesu sehen. Das dürfen wir nicht meinen. Der Vater hat da so

seine Pläne mit uns. Aber nicht um uns zu zerstören, sondern um

viele zu retten. Dabei sollen wir ihm helfen. Und wir können ihn

ruhig bitten: Herr lass mein Leben zum Heil für andere sein.

Hilf mir, dass andere durch mich Licht, Freude finden, dich finden.

Die Verbindung mit ihm gibt Frieden und Sicherheit, befreit von

allem Belastenden, macht stark und führt zur Fülle des Lebens,

nicht in Saus und Braus – in der Schlaraffenland Mentalität,

die alles verschwendet und wo nichts mehr wertvoll ist,

sondern in der Achtsamkeit des Herzens, in der Behutsamkeit,

der Sorgsamkeit, der Feinfühligkeit entdecken wir erst das

Wunder des Lebens, die Schönheit des Kleinen,

die Größe der Liebe, das Heil, das uns Gott schenken möchte.

Jesus vertraut dem Vater nicht nur ganz, er ist unbedingt

auf den Vater orientiert, darauf seinen Auftrag auszuführen.

Nichts ist dringender und wichtiger. Demgegenüber ist alles

irdische Glück und Heil zweitrangig. Er möchte seine Liebe

ausgießen, den Glauben an ihn einpflanzen in unser Herz,

dass wir das Heil finden und leben und genießen. Amen.