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Pfarre Furth

1. Lesung – Ex 17: Dem Volk Gottes fehlt es auf dem Weg durch die Wüste an Wasser. Die Menschen sind verzweifelt und

denken, sagen: Gott hat uns nur herausgeführt, um uns in der Wüste sterben zu lassen. Wir Menschen unterstellen Gott schnell

eine missgünstige Absicht, wenn es Probleme gibt. Hier zeigt sich: Gott rettet, er gibt das Wasser des Lebens aus einem Felsen,

auch in unserer jetzigen Wüstenwanderung. Wir dürfen Vertrauen haben. Das hilft uns am meisten den Frieden zu bewahren

und Mensch zu bleiben.

2. Lesung – Röm 5: Christus ist für uns gestorben, als wir noch Sünder waren, um uns zu retten, gerecht zu machen. Gott

eröffnet uns den Zugang zur Gnade, zum Heil, zum Leben in Fülle. Das ist Erlösung.

Evangelium – Joh 4, 5-42: Jesus kommt auf dem Weg durch Samarien zum Jakobsbrunnen. Seine Jünger gehen in die Stadt

einkaufen. Er setzt sich um die Mittagszeit an den Brunnen. Da kommt eine Frau, um Wasser zu holen. Im Gespräch mit ihr

bietet er ihr lebendiges Wasser an, das er ihr geben kann. Und er bestätigt ihr gegenüber, dass er der Messias ist, der den

Menschen alles verkünden wird. Sie geht dann in die Stadt, erzählt den Menschen von ihrer Begegnung und die Menschen gehen

zu Jesus und finden zum Glauben an ihn.

Predigt:

Ich finde es schön, dass heute gerade dieses Evangelium von der Frau am Jakobsbrunnen ist.

Jesus bietet ihr das Wasser des Lebens an und auch uns.

Sie wird sich wohl am Anfang gedacht haben: Was will denn der? Will er anbandeln? Will er sich wichtigmachen?

Mit seiner Aufforderung, ihren Mann zu holen, entlockt er ihr die Wahrheit über ihre Verhältnisse. Sie sagt zwar nicht, was los ist,

aber sie lügt auch nicht. Und als er ihr ihre Lebensgeschichte mit knappen Worten sagt, ohne Anklage, als Feststellung, ist sie

zutiefst berührt. Berührt, weil er das weiß: Woher kann er das wissen? Sie ist auch berührt, weil er mit ihr redet, obwohl er das

weiß, das heißt: er verachtet sie nicht! Sie ist berührt, weil er ihr trotzdem das Wasser des Lebens angeboten hat. Er ist eben

gekommen, die Sünder zu rufen. Vielleicht haben diese auch ein offeneres Herz, vor allem wenn sie sich ihrer Sünde bewusst

sind und darunter leiden. Es gibt auch andere Sünder.

Und dann macht Jesus ihr gegenüber ein Selbstbekenntnis als Messias, das er so direkt sonst nicht getan hat.

Sie ist zutiefst betroffen. Sie kann das nicht für sich behalten. Sie muss das ihrer Stadt weitersagen. Damit muss sie die Angst

vor den Ihren überwinden, die könnten sich ja denken: was will diese Ehebrecherin? Deshalb geht sie ja um die Mittagszeit

Wasser holen, wo sonst niemand in der Hitze des Tages geht, um sich nicht das Gekeife der anderen Frauen anhören zu

müssen. Und die Leute ihrer Stadt werden neugierig und wollen wissen, was los ist. Und auch sie lassen sich berühren. Das Wort

Jesu kann in bereite Herzen fallen. Jesus nennt das eine Ernte, wenn Menschen im Glauben zu ihm finden. Er hat keine

Berührungsangst vor der Sünderin, vor den Samaritern und auch nicht vor uns.

Wasser des Lebens brauchen wir auch jetzt gerade. Wasser des Friedens im Herzen, Vertrauen, Zuversicht, dass es zu schaffen

ist, dass es gemeinsam zu schaffen ist. Das wird uns in dieser Stunde am meisten helfen. Und natürlich das Gebet, gerade zu

Jesus, unserem Mittler beim Vater. Verbünden wir uns in diesen Tagen zu einem großen gemeinsamen Gebet. Amen.