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Pfarre Furth

1.Lesung – Sach 12f: Ein prophetisches Wort des AT: Gott gießt über Jerusalem den Geist des Mitleids und des Gebets aus. Genauer: Sie halten Totenklage um den, den sie durchbohrt haben. Von den Christen wurde diese Verheißung auf Christus gedeutet. Diese Totenklage ist die Quelle der Reinigung von Sünde und Unreinheit.

2. Lesung - Gal 3: Wir gehören zu Christus: in ihm sind wir eins, seine Brüder, Schwestern. Und wir sind Erben Abrahams, Erben der Verheißung.

Evangelium – Lk 9, 18-24: Für wen halten mich die Leute? Ihr aber, für wen haltet ihr mich? Petrus antwortet: Für den Messias Gottes. Er sagte: Der Menschensohn aber muss vieles erleiden. Er wird getötet werden und am dritten Tag auferstehen. Und: wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach.

Predigt:

Wer ist Jesus für mich?

Kann ich mit Petrus sagen: du bist der Messias Gottes, sein Gesandter, sein Gesalbter?

Kann ich mit Thomas sagen: Mein Herr und mein Gott? Noch eines drauf!

Was werden die anderen sagen, wenn sie das wissen, was ich denke? Ja wenn ich es sage?

Wie ist das mit dem festen und lebendigen Glauben an den Messias des Herrn, auch dann wenn etwas Schweres, ein Kreuz zu tragen ist?

Glaube ist Gnade! Warum bekommen nicht alle diese Gnade?

Manche haben einen lebendigen Glauben! Warum nicht alle?

Manche erfahren das Wirken Gottes unmittelbar und können glauben? Andere nicht!

Das ist letztlich ein Geheimnis, das wir nicht ergründen werden.

Sicher ist, dass keiner vollkommen und ganz glaubt. Jeder kann Jesus noch tiefer erfahren, ihm besser nachfolgen, ihn besser verstehen.

Ich kann Christus aber immer wieder eine Chance geben, ich kann ihn einladen, mir für ihn Zeit nehmen, ihn in mein Leben hereinbitten, ihm mein Leben übergeben.

Ich kann mich natürlich mit der Bibel, mit der Theologie auseinandersetzen und ein tieferes Verständnis suchen. Heute ist das alles ganz einfach: Wikipedia oder Youtube. Alles kann man sich herunterladen, auch gute Sachen.

Christus geht es aber nicht um Ehre und Titel und Theologie, sondern um Vertrauen und Hingabe. Messias Gottes sein, heißt Hingabe bis in den Tod, Hingabe für den Vater und für uns. Messias Gottes sein, heißt, dass er in seinem Herzen immer einen Platz für uns hat und uns gerade darin den Himmel öffnet, in dem wir das Heil finden. Himmel ist dabei nicht so sehr ein Ort, sondern sein offenes Herz, mein offenes Herz.

Dass Jesus für uns sein Leben hingibt, ist aber nicht nur sein Weg, das ist auch unser Weg: auch für uns gilt es, das Kreuz zu tragen, ihm nachzutragen, für diese Welt zu tragen, damit sein Heil in alle Herzen findet. Wenn wir es annehmen, tun sich neue Wege auf, können sie zu Heilswegen werden.

Und es heißt in den Abschiedsreden bei Johannes, im abschließenden Gebet: Alle Jüngerinnen und Jünger sollen eins sein, wie ich in dir und du in mir, so sollen sie eins sein in mir, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast. Und wir könnten ergänzen: Damit alle erfahren, dass Jesus das Heil ist.