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Pfarre Furth

1. Lesung – Gen 14: Das Opfer Melchisedeks: Er bringt Brot und Wein. Es sind die Opfergaben des Priesters des höchsten Gottes. Sein Priestertum beruht nicht auf Abstammung und Herkunft: er ist ohne Vater und Mutter. Sein Name ist Friede und Gerechtigkeit, wie es der Hebräerbrief deutet.


2. Lesung – 1 Kor 11
: Der älteste Bericht vom Letzten Abendmahl im NT: tut dies zu meinem Gedächtnis. Dieses Mahl ist Verkündigung. Dieses Mahl ist Gemeinschaft mit dem Herrn.


Evangelium – Lk 9, 11-17
: Die wunderbare Speisung der 5000, bei der 12 Körbe übrig blieben.


Predigt
:


Speisung der 5000 Männer und dazu noch deren Frauen und Kinder.


Die Menschen hörten Jesus zu und waren fasziniert von seinen Worten. Sie vergaßen Raum und Zeit und der Ort ist abgelegen.


Es gibt noch keinen Pizzadienst, auch kein Handy usw.


Alles, was da ist, sind 5 Brote und 2 Fische. Magere Aussichten für so viele Menschen.


Seine Worte an seine Jünger: Gebt ihr ihnen zu essen!, könnte man angesichts dessen als provozierend verstehen. Es soll ihnen natürlich bewusst machen, dass sie mit ihrem Latein am Ende sind. Da wissen sie keinen Rat mehr. Aber es ist auch ein Auftrag an uns, seine Jünger, für Nahrung für alle zu sorgen. Nicht immer sind wir in einer Überraschungssituation, nicht immer sind wir so machtlos und hilflos, wie die Jünger in diesem Augenblick. Alle Menschen sollen ein menschenwürdiges Leben haben können. Und dazu gehört nicht nur die Botschaft vom Reich Gottes. Dazu gehört nicht nur Brot und Fisch. Es ist auch ein Auftrag zur Menschlichkeit unter uns Menschen. Es wird keinen Frieden auf der Welt geben, solange nicht alle eine gute Lebensgrundlage haben können, haben dürfen. Und es ist nicht so, dass es nicht möglich ist. Möglich ist es allerdings nur unter den Vorzeichen einer menschlichen Kultur, einer sozialen Grundhaltung aller: der Verantwortlichen und derer, die unten sind.


Und Jesus: er nimmt das Wenige und macht damit alle satt. Wir könnten das so übersetzen, dass er unsere kleinen Beiträge reich, in überreichem Maß segnet, Frucht bringen lässt: unser weniges Gute wird zum Segen für viele, auch wenn es nur ein kleiner Beitrag ist. Also Mut! Es kommt nicht auf die Menge, auf unser Vermögen an, sondern auf unsere Bereitschaft. Ein schönes Bild dafür ist Greta Thunberg: Sie die kleine Schülerin, psychisch belastet, sicher auch belächelt: was konnte sie dennoch anstoßen? Es ist eigentlich unglaublich.


Und dieses irdische Brot ist auch Zeichen für das Brot des Lebens, das himmlische Brot. Das kann aber erst dann seine Wirkung entfalten, wenn wir auch das irdische Brot zu teilen vermögen, wenn wir zu der Gemeinschaft finden als Christen, in die Jesus uns berufen hat, für die er gebetet hat. Dieses Brot bezeichnet diese Einheit, stiftet diese Einheit, aber nicht ohne uns. Wir sind gefordert, unser Herz dem Herrn und dem Mitmenschen zu öffnen. Immer wieder. Es führt uns zum wahren Leben und wird zum Segen und zum Heil für viele. Das ist vielleicht auch ein scheinbarer kleiner Beitrag, wie der von Greta Thunberg. Aber was kann alles daraus werden. Probier es aus!