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Pfarre Furth

1. Lesung – Apg 15, 1-29: Es geht um das sogenannten Apostelkonzil in Jerusalem: Die Streitfrage war, sollen die Heiden, die zum Glauben an Christus gefunden haben, alle Gebote der jüdischen Tradition einhalten oder nicht. Mit der Entscheidung gegen die jüdische Tradition machte die junge Christengemeinde den Schritt von einer jüdischen Gruppe zu einer eigenständigen Religionsgemeinschaft. Das Argument war: Wir sind durch Christus gerettet, nicht durch die Beschneidung, durch Reinheitsgebote usw.


2. Lesung – Offb 21, 10-23
: Am Ende des letzten Buchs der hl. Schrift wird das himmlische Jerusalem beschrieben: es ist wie ein kostbarer Edelstein. Gott ist die Leuchte der Stadt, sie braucht keine Sonne mehr. Das ist ein Bild für die letzte Vollendung von allem für alle, die an Christus glauben.


Evangelium – Joh 14, 23-29
: Es ist ein kleiner Ausschnitt aus den Abschiedsreden Jesu. Wer an meinem Wort festhält, den wird der Vater lieben und wir werden bei ihm wohnen. Der Hl. Geist wird euch alles lehren, euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. Ich gebe euch meinen Frieden. Das alles sage ich euch, damit ihr glaubt, wenn es geschieht.


Predigt
:


Es geht um Abschied und die Hinterlassenschaften Jesu: Einheit mit ihm, dem Vater, es geht um seinen Geist, seinen Frieden. Wir sollen Glauben, Vertrauen! Das ist das Wichtigste.


Abschied ist nicht angenehm, vor allem wenn es sich um eine zentrale Person für uns handelt, noch mehr, wenn es die zentrale Person überhaupt ist.

Wenn wir in die Worte Jesu hinein hören, dann können wir getrost aufblicken, wir brauchen keine Angst haben, sondern können voll Vertrauen unseren Weg gehen. Er gibt uns alles Wesentliche, was wir für unseren Weg in dieser Welt brauchen: vor allem die Einheit mit ihm und dem Vater. Er gibt uns seinen Geist und seinen Frieden. Es fehlt uns eigentlich nichts. Das Einzige, was uns im Weg stehen könnte, sind wir selbst: Misstrauen, ängstliches sich allein gelassen fühlen.


Die große Hilfe ist sicher, offen auf Jesus zu schauen, im Gebet seine Nähe zu suchen, um seinen Frieden und seinen Geist zu bitten. Das geht es nicht um Bildung, sondern um meine Bereitschaft, auf seinen Ruf zu hören.


Die Tage von Christi Himmelfahrt bis Pfingsten gelten kirchlich als Novene, als neuntägiger Gebetssturm um den Hl. Geist, den Geist Gottes: Wir beten um seine Kraft, um seine Weisung, um seine Einsicht, um seinen Rat und seinen Mut. Dabei geht es nicht in erster Linie um großartige Erkenntnisse, sondern in erster Linie um die konkrete Lebensführung, den konkreten Lebensweg. Dazu gehört meine Frage: Was willst du Herr, dass ich tue? Lassen wir uns vom Geist Gottes erfüllen. Seien wir offen für seine Einsprechungen, seine Leitung, seine Nähe. Bitten wir vor allem um Stärkung unseres Glaubens, unseres Vertrauens. Er gibt uns alles, was wir brauchen, dann, wenn wir es brauchen. Wir können getrost sein. Er wird unseren Weg ebnen.


Das gibt am meisten Frieden und Kraft. Das ist die größte Hilfe, die Herausforderungen unseres Lebens zu meistern. Wir brauchen uns nicht fallen lassen, nicht ängstlich um uns schlagen, nicht mit faulen Tricks unsere Ziele zu erreichen suchen. Was wir brauchen ist Vertrauen. Das wahrt am ehesten den Frieden und die Einheit.


Um diesen Geist sollen wir nicht nur in der Novene vor Pfingsten beten. Wir brauchen ihn ständig.


Was ist sein wesentliches Kennzeichen: der Friede, der uns erfüllt, auch wenn es nicht gut ausschaut, nicht den gewünschten Verlauf nimmt. Dazu braucht es aber das Vertrauen, dass er bei uns ist und dass es trotzdem ein guter Weg ist. Es braucht immer auch ein Loslassen unserer Pläne und Vorstellungen von Glück und Leben. Gott ist das Leben. Wir können es nicht verfehlen an seiner Hand. Amen.